Was ist Karma

Wenn es eine Entwicklung der Seelen gibt, muss es von einem Leben zu nächsten einen kausalen (ursprünglichen) Zusammenhang geben. Die weitere Seelen-Entwicklung in einem Leben als Mensch muss auf das Vorausgehende bauen. Auch deshalb wird eine neue Verkörperung von der (den) vorausgehenden beeinflusst sein. Diesen Zusammenhang nennt man Karma.

Wenn eine verkörperte Seele so handelt, dass sich dies auf die anderen Seelen (Menschen) negativ oder gar zerstörerisch auswirkt, wird sie irgendwann erkennen, dass ihr Handeln falsch war. In dem Augenblick wo sie das erkannt hat, tritt sie selbst in eine neue Ära ein. Sie wird zukünftig mit jeder neuen Reinkarnation lernen, noch mehr Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen, um immer im Einklang mit der schöpferischen Ordnung zu kommen.

Wie wird sie das lernen? Vielleicht lernt sie im Seelenzustand außerhalb des Mensch sein dazu, also dann, wenn sie den menschlichen Körper verlassen hat und sich in der spirituellen Welt befindet. Aber wenn die Reinkarnation einen Sinn haben soll, wird sie auch durch Erlebnisse und Erfahrungen als Mensch lernen.

Dabei handelt es sich hierbei keinesfalls um eines Bestrafung! Wenn sie früher gegen die schöpferische Ordnung gehandelt hat, will sie lernen, nunmehr im Einklang mit diesem System zu handeln. Sie will erfahren, was für eine Auswirkung ihr früheres, noch unentwickeltes, Handeln auf die anderen Seelen hatte. Auch deshalb wird sie selbst irgendwann vom Täter zum Opfer.

Unter den oben genannten Aspekten, ist die Lehre der Reinkarnation untrennbar mit der Lehre des Karma verbunden. Die letztere Lehre sagt aus, dass wir bei ungeeignetem Handeln an uns selbst erleben müssen, wie es dabei den Betroffenen ging. Das bedeutet, wenn die Seele in einer früheren Verkörperung Täter war, wird sie erfahren müssen, wie es ihren damaligen Opfern ging. Sie wird in einem anderen Leben unter ähnlichen Umständen auf der Opferseite stehen.

Es geht hierbei weder um "Bestrafung", noch um Rache oder Vergeltung, sondern vielmehr darum, eine Erfahrung zu machen, in einem Leben, das sich die Seele selbst ausgesucht hat. Wenn man nämlich selbst erfahren hat und weiß, wie es den Opfern erging, lernt man, so etwas nicht mehr zu tun. Dies als „Bestrafung" zu bezeichnen wäre falsch.

Karma wird oft als etwas negatives aufgefasst. Das ist deshalb nicht richtig, weil es vollkommen neutral ist. Gute Taten haben gute Nachwirkungen, schlechte eben schlechte Nachwirkungen. Wer nicht helfen will wo er es eigentlich könnte und müsste handelt sich leicht ein Karma für eine Unterlassenheitstat ein. Sollte aber die gegebene Hilfe nicht ankommen, nicht angenommen werden oder nichts nützen, ist davon auszugehen, dass der "Leidende" mit seiner Lernlektion noch nicht fertig ist. Dann hat unser Hilfeversuch nicht geschadet, sondern war gleichwohl eine Liebesdemonstration, die der Leidende dann erst später begreifen wird. Der Versuch war unsere Pflicht, doch es lag nicht an uns, dass es nicht funktioniert hat. Hingegen ist es leicht unsere "Schuld", wenn wir Hilfe insbesondere dort, wo wir es intuitiv fühlen, unterlassen.

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